Nachwuchsorganisten mit Orgelstipendium ausgezeichnet

Rieke Könecke aus der Kirchengemeinde Sievershausen erhält ein Orgelstipendium

Die Orgelstipendiatin Rieke Könecke aus Sievershausen mit Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr (l.), Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn (r.) und der Burgdorfer Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit . Foto: F. Gartmann
Die Orgelstipendiatin Rieke Könecke aus Sievershausen mit Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr (l.), Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn (r.) und der Burgdorfer Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit . Foto: F. Gartmann

Nienburg/Weser. In einem Festakt hat Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr am Sonnabend 13 Nachwuchsorganisten im Alter von 13 bis 66 Jahren mit dem Orgelstipendium des Sprengels Hannovers ausgezeichnet. Die Förderung in Höhe von 450€ unterstützt die Orgelschüler auf ihrem Weg zur sogenannten Orgel-D-Prüfung, der Befähigung Gottesdienste zu begleiten.

„Die Orgel ist eine Königin. Sie mag die Lieder im Kindergottesdienst ebenso wie Frühbarock und Spätromantik. Und sie kann sogar Punk, Rock und Jazz.“ sagte die hannoversche Regionalbischöfin in ihrer Ansprache. Sich auf dieses vielseitige Instrument einzulassen, verlange Mut. Die Freude über die Stipendiaten, die sich dieser Aufgabe stellten, sei daher groß. „Ohne sie würden die Gottesdienste fade sein.“, gibt Petra Bahr zu bedenken.

Pastorin Gabriele Matthias, stellvertretende Superintendentin des Kirchenkreises Nienburg, begrüßte die musikalischen Talente, die mit Familien, Freunden und Wegbegleitern in die St. Martin-Kirche nach Nienburg/Weser gekommen waren: „Alle Musik ist eine Gabe Gottes, ein Geschenk, das wir annehmen sollen, um unser Leben zu bereichern und unseren Glauben farbiger zu gestalten.“

Der diesjährige Stipendienjahrgang ist bunt durchmischt. Vom Konfirmand bis zur Seniorin ist jedes Alter vertreten. Manche haben ihr musikalisches Talent bereits zum Beruf gemacht oder haben dies als Ziel fest vor Augen. Für andere ist eine leidenschaftliche Freizeitbeschäftigung. „Für mich ist das Orgelspielen im Gottesdient oder das Üben in einer leeren Kirche eine Oase im Alltag“, sagt Stipendiatin Brigitta Marx-Waltemathe aus Hessisch Oldendorf. Mehr als zweidrittel der Stipendiaten sind in diesem Jahr weiblich.

Die 15jährige Rieke Könecke kommt aus Sievershausen. Sie sagt: „Bei den Orgel-Schnuppertagen 2015 im Kirchenkreis Burgdorf habe ich zum ersten Mal eine Kirchenorgel gespielt. Die Stimmgewalt der Orgel hat mich sofort fasziniert. Die Möglichkeit, ganz allein die Klangvielfalt eines ganzen Orchesters zu entfesseln, ist einfach fantastisch. Ich möchte Orgel spielen lernen, um mit der Musik einen Beitrag zum Leben unserer Kirchengemeinde zu leisten.“

Gemeinsam mit Kirchenmusikdirektor Lothar Mohn und der Burgdorfer Superintendentin Sabine Preuschoff-Kleinschmit, die im Auswahlgremium die Bewerbungen sichteten, überreichte Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr den Nachwuchsorganisten eine Urkunde. Fenja Wagner, ehemalige Stipendiatin untermalte die Feierstunde musikalisch mit Orgelstücken von Johann Sebastian Bach. Beim anschließenden Sektempfang zog es viele der frisch Ausgezeichneten gleich auf die Empore, um sich von Christian Scheel, dem örtlichen Kantor, ausgiebig die wuchtige Orgel der St. Martin-Kirche erläutern zu lassen.

Seit 2011 fördert der Sprengel Hannover den kirchenmusikalischen Nachwuchs und hat nun bereits 61 Orgelstipendien vergeben. Das ergibt rechnerisch eine Fördersumme von 27.450€. Der evangelisch-lutherische Sprengel Hannover ist die Kirchenregion in und um die Landeshauptstadt Hannover mit mehr als 500.000 Kirchenmitgliedern in 9 Kirchenkreisen. Landessuperintendentin Dr. Petra Bahr steht dem Sprengel als Regionalbischöfin vor.

Text: Fabian Gartmann

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