Einführung von Sigrid Dumke als Lektorin in St. Martin Sievershausen

Foto Sigrid Dumke

In einem festlichen Gottesdienst wurde Sigrid Dumke inm Sievershausen am Sonntag, den 05.07.20202 von Pastorin Hanna Dallmeier als Lektorin eingeführt. Es assistierten Lektor Rüdiger-Mico Nijenhof, der Sprecher der Lektoren und Prädikanten des Kichenkreises Burgdorf, Lektorin Ingrid Brandes aus Sievershausen und Reinhard Kühn vom Kirchenvorstand. Auch wenn der Gottesdienst unter "Corona-Bedingungen" stattfand, war er doch feierlich und herzerwärmend zugleich. Fast hätte man vergessen können, in welch besonderen Zeiten wir leben, hätten nicht das Summen der Gemeinde und die Masken beim Segen die Erinnerung daran zurückgeholt. Viele aus der Gemeinde waren gekommen, und auch etliche Gäste aus dem Kirchenkreis. Zum Abschluss wurde draußen unterm Turm mit Sekt und Saft einande zugeprostet, und sogar die Sonne ließ sich dabei blicken!

Sigrid Dumke(61) ist seit Jahrzehnten in der Kichengemeinde ehrenamtlich tätig: im Kindergottesdienst und in der Seniorenarbeit, beim Weltgebetstag und in der Nagelkreuzarbeit. Schon immer war ihr dabei der geistliche Aspekt besonders wichtig. Nun hat sie nach ihrer Ausbildung zur Lektorin noch einmal eine neue Aufgabe in der Gemeinde  übernommmen und steht im aktiven Verkündigungsdienst.

Hanna Dallmeier

Erfahrungen aus meiner Lektorenausbildung

Über ihre Ausbildung zur Lektorin hat Sigrid Dumke selbst folgendes berichtet:

Bevor Ehrenamtliche als Lektoren zugelassen werden und einen Gottesdienst selbständig leiten dürfen, ist die Teilnahme an Lektorenkursen notwendig. Diese werden auf Kirchenkreisebene von der zuständigen Lektorenbeauftragten Pastorin Iris Habersack (Hämelerwald) organisiert, oder es gibt für die Landeskirche Hannover Lektorenkurse, die im Michaeliskloster Hildesheim stattfinden. Dort werden verschiedene Formate angeboten: vier Wochenendkurse oder zwei viertägige Kompaktkurse können belegt werden. Ich habe im September und November 2019 die zweite Variante im Michaeliskloster in Hildesheim besucht. Voraussetzung für die Lektorenausbildung ist die Befürwortung durch den Kirchenvorstand der Gemeinde des Teilnehmers und die Genehmigung durch die zuständige Superintendentur.

Außerdem braucht jeder angehende Lektor einen Mentor oder eine Mentorin (Pastor/in), der oder die sie in der eigenen Gemeinde begleitet – in meinem Fall unsere Pastorin Hanna Dallmeier.

Die Lektorenausbildung in Hildesheim wurde von verschiedenen Pastoren und Pastorinnen bzw. von einem Kirchenmusiker geleitet oder durchgeführt.

Die Kurse beinhalteten Themen wie die Geschichte und Elemente der Gottesdienste, liturgisches Singen, den Segen, das Schreiben von Gebeten, den Aufbau der Bibel, das Kirchenjahr, Sprachübungen, Predigtbesprechungen. Die Seminare bestanden nicht nur aus Theorie und dem Studieren vieler Informationen und Unterlagen. Besonders von den praktischen Übungen und Erfahrungen, dem Bedenken eines Bibeltextes aus verschiedenen Perspektiven, dem Singen und Üben der Liturgie in Gruppen und einzeln, vom Austausch und von den kreativen Methoden der Kursleitenden haben alle Kursteilnehmer/innen sehr profitiert. Auch das Aussuchen und das sich zu Eigenmachen einer Lesepredigt sowie der anschließende Vortrag der Lesepredigt in kleinen Gruppen mit darauffolgender Kritik und die gegenseitige Unterstützung haben uns vorangebracht.

Es war interessant, die Kursleiter sowie 18 Frauen und Männer unterschiedlichen Alters und diverser Berufe aus verschiedenen Regionen der Landeskirche kennenzulernen und in ihrer vielfältigen Art und mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen und individuellen Erwartungen an „schöne“ Gottesdienste zu erleben. Schon innerhalb der ersten Kurstage sind wir zusammengerückt und wir haben auch beim Singen - überwiegend neuerer christlicher Lieder - und beim lockeren Ausklang der Abende in der „Tonne“ (einem Gewölbekeller im Michaeliskloster) eine fröhliche Gemeinschaft erlebt.

Bereichernd war auch die Vielfalt der Kursleiter/innen und Mitarbeitenden, die von ihrer Veranlagung her ganz unterschiedlich waren. Von Sachlichkeit und ruhiger Mentalität über Lebhaftigkeit und Humor bis hin zu starkem Temperament war alles vertreten.

So konnten wir eindrücklich spüren und erleben, wie das Temperament einer Pastorin/eines Pastors oder eines Ehrenamtlichen die Art und Weise prägt, wie z.B. eine Predigt gehalten wird.

Insgesamt war die Lektorenausbildung eine interessante, lehrreiche, vielfältige und schöne Zeit.
In unseren Heimatgemeinden sollten wir anschließend durch die (Mit-)Gestaltung von Gottesdiensten und das Erarbeiten und Halten von Lesepredigten praktische Erfahrungen sammeln – bevor wir offiziell als Lektoren eingeführt werden.

Sigrid Dumke

 

 

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